Der taumelnde, heisere Ruf des Kiebitzes aufgenommen fur Watvogelschutzen und Feldbeobachers, die diese zunehmend seltene Art verfolgen.
Kiebitz (Vanellus vanellus) ist ein ziehender Watvogel von rund 30 cm — oben grün-purpurn glänzend, gekrönt von einem dünnen, wehenden schwarzen Schopf. Es äst auf offenem Ackerland, Stoppeln und feuchtem Grasland und ruht auf Sümpfen und in Ästuaren.
Sein keuchender, weittragender „kiwitt“-Ruf gab dem Vogel einen seiner Volksnamen. Es liest Insekten, Würmer und kleine Samen von kurzem Rasen und kahlem Boden ab. Im Frühjahr stürzt sich das Männchen in einen taumelnden Zickzack-Balzflug über sein Revier. Auf dem Durchzug fädelt er sich Frühjahr und Herbst durch die Feuchtgebiete Griechenlands und des Mittelmeers, ein klassischer Vogel des offenen Sumpfs.
Der Kiebitz ist in Europa als gefährdet eingestuft und zeigt langfristigen Bestandsrückgang; er ist in Grossbritannien und vielen EU-Ländern vollstandig geschutzt - steht aber trotzdem in Frankreich, Italien, Spanien und Griechenland auf der Liste legal jagdbarer Arten unter nationalen Jagdtolerationen, mit Frankreich allein verantwortlich fur die grosse Mehrheit der Zehntausenden in der EU jährlich geschossenen Kiebitze unter einer begrenzten nationalen Quote. Diese Inkonsistenz bedeutet, dass dieselbe Art in einem Land geschutzt ist und im benachbarten Land während desselben Zuges legal geschossen werden kann. Vor der Jagd sollten die Bestimmungen und eventuelle saisonale Quoten des eigenen Landes überprüft werden; siehe unsere umfassende Länderübersicht.