Der scharfe, explosive Ruf des Kernbeissers ist charakteristisch auch wenn der Vogel selbst hoch in der Krone verborgen bleibt - Audioerkennung ist besonders hilfreich.
Ein Singvogel (Sperlingsvogel) von etwa 18 cm, ist Kernbeißer (Coccothraustes coccothraustes) unverkennbar — scheu und stiernackig, bewehrt mit einem mächtigen stahlblauen Schnabel, der Kirschkerne knackt. Es benötigt alten Laubwald mit Hainbuche, Kirsche und Buche.
Es gibt ein explosives, scharfes „tzik“-Ticken, oft der erste Hinweis auf seine scheue Anwesenheit. Sein gewaltiger Schnabel knackt mühelos Kirsch- und Olivenkerne und Hainbuchensamen. Scheu und leicht zu übersehen, frisst er hoch im Kronendach und flüchtet beim ersten Alarm. Von den Brutgebieten in ganz Europa bis zu den Winterquartieren in Mittelmeerraum und Afrika markieren seine jahreszeitlichen Reisen den Lauf des Jahres.
Der Kernbeisser ist ein scheuer Finke mit schwerer Schnabel, der in Europa und gemassigtem Asien verbreitet ist, und ist unter der EU-Vogelschutzrichtlinie, dem UK Wildlife and Countryside Act und der Berner Konvention geschuetzt, nicht eine allgemeine Jagdart. Italienische Regionen wie Lombardei, Toskana und Venetien erlaaubten begrenzte herbstliche Schiessungen unter nationalen Derogationen ab 1992, aber diese Praxis endete nach einem 2010 Europaeischen Gerichtshof-Urteil gegen Italien, und es gab seitdem 2013 keine Schiessderogationen mehr. Die aktuelle Ausnahme ist Malta mit wiederholten Lebendfang-Derogationen - eine Praxis, die der Europaeische Gerichtshof zweimal fuer rechtswidrig befunden hat. Siehe unseren laenderspezifischen Haftungsausschluss.